Dieser Artikel auf einen Blick

  • Hautinfektionen sind im Kontaktsport ein reales Thema, weil Hautkontakt, Reibung, Schweiß und Mattenkontakt regelmäßig vorkommen.

  • Relevante Begriffe sind Ringworm/Tinea corporis, Staph, MRSA, Herpes gladiatorum, Impetigo und Fußpilz.

  • Nach Kontakttraining solltest du zeitnah duschen – egal ob im Gym oder zu Hause.

  • Außerhalb der Matte gilt Schlappenpflicht: Toilette, Umkleide, Flur und Dusche sind keine Barfußbereiche.

  • Trainingskleidung, Gi, Rashguard, Shorts, Spats, Bandagen und Handtücher werden nach jeder Einheit gewaschen.

  • Hautkontrolle ist kein Schamthema, sondern Teil von Respekt und Verantwortung.

Ca. 8–10 Minuten

Hautinfektionen im Kampfsport vorbeugen

Ringworm, Staph, MRSA & Herpes gladiatorum

Kampfsport ist Kontakttraining. Im Brazilian Jiu-Jitsu, NoGi Grappling, MMA, Ringen, Boxen, Kickboxen und Muay Thai kommen Haut, Schweiß, Trainingskleidung, Matte und Equipment regelmäßig miteinander in Kontakt. Genau deshalb ist Hautgesundheit im Kampfsport kein Randthema.

Hautinfektionen im Kontaktsport können pilzbedingt, bakteriell oder viral sein. Relevante Beispiele sind Ringworm beziehungsweise Tinea corporis, Staph-Infektionen durch Staphylococcus aureus, MRSA, Herpes gladiatorum, Impetigo und Fußpilz. Sportmedizinische Übersichten beschreiben solche Hauterkrankungen besonders in Sportarten mit engem Körperkontakt, Reibung, Mattenkontakt und gemeinsam genutzten Trainingsflächen. (PubMed Central (PMC))

Dieser Artikel erklärt nicht, wie man Hautinfektionen sicher „verhindert“. Das wäre medizinisch unseriös. Er erklärt, wie du dein Risiko im Kampfsport deutlich senken kannst: durch zeitnahes Duschen, saubere Kleidung, Schlappenpflicht, Equipmentpflege, Hautkontrolle und eine Trainingskultur, in der Hautveränderungen ohne Scham angesprochen werden können.

Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Diagnose. Bei auffälligen Hautstellen, Eiter, Bläschen, starker Rötung, Wärmegefühl, Schwellung, Schmerzen oder Verdacht auf eine Infektion solltest du medizinischen Rat einholen.


Einleitung

Warum Hautgesundheit im Kontaktsport alle betrifft

Beim Kampfsport entsteht enger Kontakt. Im BJJ und NoGi Grappling greifst du Arme, Beine, Nacken, Hals, Rumpf und Kleidung deiner Trainingspartner:innen. Im MMA kommen Clinch, Bodenkampf, Striking und Wandkontakt dazu. Auch im Boxen, Kickboxen und Muay Thai werden Handschuhe, Bandagen, Pratzen, Schienbeinschoner und Trainingsflächen intensiv genutzt.

Das bedeutet nicht, dass Kampfsport unhygienisch ist. Es bedeutet, dass Kampfsport klare Hygienestandards braucht.

Die Haut ist eine Schutzbarriere. Kleine Schürfwunden, Rasurirritationen, aufgekratzte Stellen, Reibung durch Kleidung oder Ausrüstung und intensive Trainingseinheiten können diese Barriere belasten. Wenn dann Erreger über Hautkontakt, feuchte Kleidung, gemeinsam genutzte Gegenstände oder kontaminierte Flächen übertragen werden, steigt das Risiko für Hautinfektionen.

Deshalb ist Prävention im Kampfsport kein einzelner Trick. Sie besteht aus mehreren Routinen, die zusammenwirken.


Welche Hautinfektionen können im Kampfsport vorkommen?

Eine Auflistung der am meisten vorkommenden Hautinfektionen im Kampfsport

Nicht jede Rötung ist eine Infektion. Nicht jeder Juckreiz ist Ringworm. Trotzdem sollten Kampfsportler:innen die wichtigsten Hautinfektionen kennen, damit sie frühzeitig reagieren können.

Ringworm / Tinea corporis

Ringworm ist keine Wurmerkrankung, sondern eine Pilzinfektion der Haut. Der medizinische Begriff ist Tinea corporis. Sie kann ringförmig, gerötet, schuppig oder juckend aussehen. Im Sport kann sie durch Hautkontakt, geteilte Gegenstände oder kontaminierte Oberflächen weitergegeben werden. Die CDC nennt für Athlet:innen unter anderem saubere Ausrüstung, Duschen nach dem Training, keine geteilten Handtücher oder Kleidung und Sandalen in Umkleiden und Duschen als Präventionsmaßnahmen. (CDC)

Staph / Staphylococcus aureus

„Staph“ ist die Kurzform für Staphylococcus aureus. Das ist ein Bakterium, das Hautinfektionen verursachen kann, besonders wenn es über kleine Verletzungen oder gereizte Hautstellen eindringt. Warnzeichen können Rötung, Wärme, Schwellung, Schmerzen oder Eiter sein. Die CDC beschreibt engen Hautkontakt, offene Wunden, geteilte Gegenstände und fehlende Hygiene nach Sport als relevante Faktoren für MRSA- und Staph-Übertragung im Sport. (CDC)

MRSA

MRSA steht für Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus. Das ist eine Staph-Variante, die gegen bestimmte Antibiotika resistent sein kann. MRSA gehört medizinisch abgeklärt und nicht selbst behandelt. Für Athlet:innen empfiehlt die CDC unter anderem gute Hygiene, Wundabdeckung, keine geteilten Handtücher, Waschlappen oder Rasierer sowie das Waschen und vollständige Trocknen von Kleidung und Handtüchern nach jeder Nutzung. (CDC)

Herpes gladiatorum

Herpes gladiatorum ist eine Herpes-simplex-Infektion, die im Kontaktsport über direkten Hautkontakt übertragen werden kann. Sie ist besonders aus Ring- und Grappling-Sportarten bekannt. Auffällig können Bläschen, Brennen, Schmerzen oder gruppierte Hautveränderungen sein. Bei Verdacht gilt: nicht weitertrainieren und medizinisch abklären lassen. Sportmedizinische Quellen führen Herpes simplex beziehungsweise Herpes gladiatorum als relevante Infektion bei Athlet:innen im Kontaktsport auf. (PubMed Central (PMC))

Impetigo

Impetigo ist eine bakterielle Hautinfektion, die ansteckend sein kann. Typisch können nässende, verkrustete oder gelblich-borkige Hautstellen sein. Auch hier gilt: nicht selbst diagnostizieren, nicht „einfach abkleben“ und weitertrainieren, sondern medizinisch abklären lassen.

Fußpilz / Tinea pedis

Fußpilz ist eine Pilzinfektion der Füße. Er wird durch feuchte Gemeinschaftsbereiche begünstigt, zum Beispiel Umkleiden, Duschen oder nasse Böden. Die American Academy of Dermatology empfiehlt, in solchen Bereichen Sandalen, Flip-Flops oder Duschschuhe zu tragen. Genau deshalb ist Schlappenpflicht im Kampfsportgym keine Nebensache. (AAD)

Duschen nach Kontakttraining:

Wann, wie und warum?

Nach Kontakttraining solltest du zeitnah duschen. Das gilt besonders nach BJJ, NoGi Grappling, MMA, Clinch, Sparring, Ringen oder jeder Einheit mit intensivem Matten- und Hautkontakt.

Entscheidend ist nicht, ob du im Gym oder zu Hause duschst. Entscheidend ist, dass du nicht lange in verschwitzter Kleidung bleibst und deine Haut zeitnah reinigst.

Beim Training sammeln sich Schweiß, Hautpartikel, Reibungsrückstände und potenziell übertragbare Mikroorganismen auf der Haut. Duschen entfernt diese Rückstände mechanisch von der Hautoberfläche. Die CDC empfiehlt Athlet:innen, nach Sport zu duschen und keine Handtücher, Waschlappen oder Rasierer zu teilen. Die American Academy of Dermatology empfiehlt Athlet:innen ebenfalls, nach jeder Trainingseinheit oder jedem Wettkampf zu duschen und Kleidung sowie Handtücher nach jeder Nutzung zu waschen. (CDC)

Eine sinnvolle Duschroutine nach Kontakttraining:

  1. Zeitnah duschen.
    Nicht mehrere Stunden in verschwitzter Kleidung bleiben.
  2. Eigene Hygieneprodukte nutzen.
    Verwende dein eigenes Duschgel oder deine eigene Flüssigseife. Teile keine Seifenstücke.
  3. Den ganzen Körper reinigen.
    Achte besonders auf Nacken, Haaransatz, Ohren, Achseln, Rumpf, Leistenbereich, Füße und Zehenzwischenräume.
  4. Nicht aggressiv schrubben.
    Ziel ist Reinigung, nicht Hautreizung. Starkes Schrubben kann die Haut zusätzlich irritieren.
  5. Mit eigenem sauberem Handtuch abtrocknen.
    Feuchte Hautbereiche, besonders an Füßen, Hautfalten und unter enger Kleidung, sollten nicht dauerhaft feucht bleiben.
  6. Frische Kleidung anziehen.
    Verschwitzte Trainingskleidung kommt nicht wieder auf die Haut.
  7. Getragene Kleidung separat verpacken.
    Nutze einen Wäschesack und wasche die Kleidung nach jeder Einheit.

 

Schlappenpflicht: Warum barfuß außerhalb der Matte tabu ist

Bei UPA GYM gilt: Auf der Matte trainierst du barfuß. Außerhalb der Matte trägst du Schlappen.

Das ist verbindlich für:

  • Toilette
  • Umkleide
  • Flur
  • Dusche
  • alle Bereiche außerhalb der Matte

Wer barfuß durch diese Bereiche läuft und danach auf die Matte zurückkehrt, kann Schmutz, Feuchtigkeit und Mikroorganismen auf die Trainingsfläche tragen. Genau dort rollen, knien, greifen, sitzen und liegen andere Menschen.

Die Regel ist einfach:

Barfuß auf der Matte. Schlappen außerhalb der Matte. Keine Straßenschuhe auf der Matte.

Die CDC empfiehlt Athlet:innen im Kontext von Ringworm-Prävention, Sandalen in Umkleiden und Duschen zu tragen. Auch die AAD empfiehlt Duschschuhe, Flip-Flops oder Sandalen in Gym-, Dusch- und Umkleidebereichen, um das Risiko für Fußpilz zu senken. (CDC)


 

Trainingskleidung: Nach jeder Einheit waschen

Alles, was direkt auf deiner Haut liegt oder während des Trainings Schweiß aufnimmt, wird nach jeder Einheit gewaschen.

Dazu gehören:

  • Gi / Kimono
  • Rashguard
  • T-Shirt
  • Shorts
  • Spats / Leggings
  • Bandagen
  • Handtücher
  • Kompressionskleidung

Gerade im BJJ und NoGi ist das wichtig. Gi-Stoff ist dick, nimmt viel Schweiß auf und hat intensiven Kontakt mit anderen Personen. Rashguards und Spats liegen eng auf der Haut und werden im Grappling stark beansprucht. Bandagen sitzen unter Handschuhen und nehmen viel Schweiß auf.

Die Regel ist klar: Ein Training = einmal waschen.

Nicht: „riecht noch okay.“
Nicht: „war nur Techniktraining.“
Nicht: „ich habe kaum geschwitzt.“

CDC und AAD empfehlen für Athlet:innen, Kleidung und Handtücher nach jeder Nutzung zu waschen; die CDC betont außerdem vollständiges Trocknen. (CDC)


 

Equipmentpflege: Handschuhe, Schienbeinschoner und Tasche

Nicht jedes Equipment kann in die Waschmaschine. Boxhandschuhe, MMA-Handschuhe, Schienbeinschoner, Kopfschutz oder Pratzen müssen anders gepflegt werden.

Nach dem Training solltest du Handschuhe und Schienbeinschoner direkt aus der Tasche nehmen, öffnen und vollständig trocknen lassen. Feuchtigkeit in geschlossenem Equipment fördert Geruch, Materialverschleiß und ein unhygienisches Milieu.

Sinnvoll ist:

  • Equipment nach dem Training aus der Tasche nehmen
  • vollständig lüften lassen
  • Kontaktflächen regelmäßig reinigen
  • geeignete Reinigungs- oder Desinfektionsmittel nur materialverträglich verwenden
  • Herstellerhinweise beachten
  • Bandagen nach jeder Einheit waschen
  • Sporttasche regelmäßig reinigen oder auslüften

Wenn Equipment geteilt wird, muss es nach der Nutzung gereinigt und trocken gelagert werden. Die CDC empfiehlt Sporteinrichtungen, gemeinsam genutztes Equipment zu reinigen und trocknen zu lassen. (CDC)


 

Hautkontrolle ohne Scham: Selbstreflexion gehört zur Trainingskultur

Hautkontrolle klingt für viele unangenehm. Im Kampfsport ist sie aber Teil der Selbstverantwortung.

Vor dem Training solltest du kurz prüfen:

  • Habe ich offene Stellen?
  • Habe ich stark gerötete Hautbereiche?
  • Gibt es nässende, eitrige oder verkrustete Stellen?
  • Gibt es ringförmige, juckende oder schuppige Hautveränderungen?
  • Habe ich Bläschen, Brennen oder ungewöhnliche Schmerzen?
  • Gibt es Stellen, die warm, geschwollen oder entzündet wirken?

Wenn dir etwas auffällt, geht es nicht um Scham. Es geht um Verantwortung.

Bei UPA GYM wollen wir eine Kultur, in der solche Themen sachlich angesprochen werden können: mit Coaches oder auch mit Trainingspartner:innen, wenn es für das Training relevant ist. Eine Hautveränderung ist kein moralisches Problem. Sie ist ein medizinisches Thema, das abgeklärt werden sollte, bevor enger Körperkontakt stattfindet.


 

Wann du nicht trainieren solltest

Du solltest nicht ins Kontakttraining gehen, wenn eine Hautstelle auffällig, unklar oder möglicherweise ansteckend ist.

Das gilt besonders bei:

  • Verdacht auf Ringworm / Tinea corporis
  • Verdacht auf Staph-Infektion
  • Verdacht auf MRSA
  • Verdacht auf Herpes gladiatorum
  • Verdacht auf Impetigo
  • offenen, nässenden oder eitrigen Wunden
  • stark geröteten, warmen oder geschwollenen Hautstellen
  • Bläschen, Krusten oder ungewöhnlich schmerzhaften Hautarealen
  • Hautstellen, die im Training nicht zuverlässig abgedeckt bleiben

 

Kleine, saubere Schürfwunden können je nach Situation vollständig und stabil abgedeckt werden. Aber wenn eine Wunde nässt, sich entzündet anfühlt oder der Verband im Training nicht sicher hält, ist Kontakttraining nicht sinnvoll.

Wenn du unsicher bist, trainiere nicht auf Verdacht weiter. Kläre es medizinisch ab und komme zurück, wenn die Hautstelle ausgeheilt ist.


 

Was UPA GYM als Gym übernimmt

Hygiene ist nicht nur Aufgabe einzelner Mitglieder. Ein professionelles Gym braucht klare Standards.

Bei UPA GYM gilt:

  • Die Matten werden nach jeder Trainingseinheit gereinigt.
  • Dafür werden geeignete Desinfektionsmittel verwendet.
  • Straßenschuhe sind auf der Matte verboten.
  • Außerhalb der Matte gilt Schlappenpflicht.
  • Leihequipment wird nach Nutzung gereinigt beziehungsweise desinfiziert.
  • Hygiene wird als Teil der Trainingskultur kommuniziert.
  • Hautveränderungen sollen sachlich und ohne Scham angesprochen werden können.

 

Die CDC empfiehlt Sporteinrichtungen, Hygiene- und Wundmanagement klar zu kommunizieren, gemeinsam genutztes Equipment zu reinigen und Kontaktflächen im Blick zu behalten. (CDC)


 

Was du als trainierende Person übernimmst

Als trainierende Person trägst du Verantwortung für dich und deine Trainingspartner:innen.

Dein Standard sollte sein:

  • frisch gewaschene Trainingskleidung
  • kurze, saubere Finger- und Fußnägel
  • keine offenen oder unklaren Hautstellen im Kontakttraining
  • Schlappen außerhalb der Matte
  • zeitnahes Duschen nach Kontakttraining
  • eigene Handtücher und Pflegeprodukte
  • keine geteilten Rasierer, Seifenstücke oder Kleidung
  • Bandagen nach jeder Einheit waschen
  • Handschuhe und Schienbeinschoner nach dem Training lüften
  • getragene Kleidung getrennt transportieren
  • bei Verdacht auf Infektion medizinisch abklären lassen

 

Das ist kein übertriebener Aufwand. Es ist die Basis für erwachsenes, respektvolles Training.


 

Spezialseifen, Sprays und Hygieneprodukte: Ergänzung, kein Schutzversprechen

Im Kampfsport werden häufig spezielle Seifen, Sprays oder Reinigungstücher beworben. Manche Produkte können praktisch sein, wenn sie helfen, eine feste Hygieneroutine einzuhalten.

Aber die Grenze muss klar bleiben:

Kein Produkt garantiert Schutz vor Ringworm, Staph, MRSA, Herpes gladiatorum oder anderen Hautinfektionen.

Spezielle Hygieneprodukte ersetzen nicht:

  • zeitnahes Duschen
  • frische Kleidung
  • gewaschene Handtücher
  • sauberes Equipment
  • Schlappen in Gemeinschaftsbereichen
  • medizinische Abklärung bei auffälligen Hautstellen

 

Desinfektionsmittel gehören außerdem nicht auf offene Wunden oder als Selbstbehandlung auf die Haut. Die CDC weist im Kontext von MRSA-Prävention in Sporteinrichtungen darauf hin, dass Reinigungs- und Desinfektionsmittel nicht zur Behandlung von Haut oder Wunden verwendet werden sollen. (CDC)


 

Fazit: Hautgesundheit ist Teil professioneller Kampfsportkultur

Hautinfektionen im Kampfsport lassen sich nicht durch eine einzelne Maßnahme sicher ausschließen. Es gibt keine perfekte Seife, kein perfektes Spray und keine Regel, die jedes Risiko auf null setzt.

Aber das Risiko lässt sich senken, wenn alle mitarbeiten:

  • Gym
  • Coaches
  • Mitglieder
  • Trainingspartner:innen

Zeitnah duschen. Kleidung waschen. Schlappen tragen. Equipment pflegen. Matten reinigen. Hautstellen ernst nehmen. Offen kommunizieren. Keine Scham. Keine Panik. Keine falsche Härte.

Bei UPA GYM verstehen wir Hygiene nicht als Nebensache, sondern als Teil von Respekt. Wer sauber trainiert, schützt sich selbst und die Menschen, mit denen er oder sie trainiert.

Wenn du Kampfsport in München ausprobieren möchtest und Wert auf eine strukturierte, respektvolle Trainingskultur legst, vereinbare ein Probetraining bei UPA GYM.

Quellen & weiterführende Hinweise zu diesem Blogartikel

Hygiene im Kampfsport: Hautinfektionen im Kampfsport vorbeugen

Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Verdacht auf Ringworm/Tinea corporis, Staph-Infektion, MRSA, Herpes gladiatorum, Impetigo, Fußpilz oder andere Hautinfektionen solltest du medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

Für die fachliche Orientierung wurden Empfehlungen und Übersichtsarbeiten u. a. folgender Institutionen und Publikationen berücksichtigt:

- Centers for Disease Control and Prevention: MRSA Prevention and Control for Athletes
- Centers for Disease Control and Prevention: MRSA Prevention and Control for Athletic Facilities
- Centers for Disease Control and Prevention: Ringworm Prevention
- American Academy of Dermatology: How to prevent skin conditions in athletes
- American Academy of Dermatology: How to prevent athlete’s foot
- National Athletic Trainers’ Association: Position Statement – Skin Diseases in Athletes
- Wissenschaftliche Übersichtsarbeiten zu Infektionskrankheiten im Kontaktsport


FAQs zum Thema

Hygiene im Kampfsport. Ein Informativer Artikel für Anfänger:innen und Kampfsportinteressierte

Kann man sich beim Kampfsport mit Hautinfektionen anstecken?

Ja, Hautinfektionen können im Kontaktsport übertragen werden, besonders bei engem Hautkontakt, Mattenkontakt, kleinen Wunden, gemeinsam genutzten Gegenständen oder ungewaschener Kleidung. Das bedeutet nicht, dass Kampfsport automatisch unhygienisch ist. Es bedeutet, dass Duschen, saubere Kleidung, Schlappenpflicht, Equipmentpflege und Hautkontrolle konsequent zur Trainingsroutine gehören.

Wann sollte ich nach dem Kampfsport duschen?

Nach Kontakttraining solltest du zeitnah duschen. Entscheidend ist nicht, ob du im Gym oder zu Hause duschst, sondern dass du nicht lange in verschwitzter Kleidung bleibst. Nutze eigene Hygieneprodukte, teile keine Seifenstücke oder Handtücher und trockne dich gründlich ab, besonders Füße, Zehenzwischenräume, Hautfalten und Bereiche unter enger Kleidung.

Was ist Ringworm im Kampfsport?

Ringworm ist keine Wurmerkrankung, sondern eine Pilzinfektion der Haut. Der medizinische Begriff ist Tinea corporis. Sie kann ringförmig, gerötet, schuppig oder juckend aussehen und durch Hautkontakt oder kontaminierte Gegenstände übertragen werden. Bei Verdacht solltest du nicht weitertrainieren, sondern die Stelle medizinisch abklären lassen.

Was sind Staph und MRSA?

Staph ist die Kurzform für Staphylococcus aureus, ein Bakterium, das Hautinfektionen verursachen kann. MRSA ist eine resistente Form davon, die medizinisch besonders ernst genommen werden muss. Warnzeichen können Rötung, Schmerz, Wärme, Schwellung oder Eiter sein. Bei Verdacht gilt: nicht ausdrücken, nicht selbst behandeln, sondern medizinisch abklären lassen.

Darf ich mit einer auffälligen Hautstelle trainieren?

Mit auffälligen, nässenden, eitrigen, stark geröteten, bläschenartigen oder unklaren Hautstellen solltest du nicht ins Kontakttraining gehen. Kleine saubere Schürfwunden müssen sicher abgedeckt sein. Wenn du unsicher bist, sprich mit dem Coaching-Team und lass die Stelle medizinisch prüfen. Das ist keine Schwäche, sondern Verantwortung gegenüber der Trainingsgruppe.


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Im Probetraining bekommst du einen realistischen Eindruck von Training, Atmosphäre und Einstieg. Du musst keine Vorerfahrung mitbringen. Schaue dir vorher gerne auch unseren aktuellen Stundenplan an, um schon mal selber für dich herauszufinden an welchen Tage dein wöchentliches Kampfsporttraining zukünftig am besten in deine Routine reinpasst. Außerdem kannst du dir zusätzliche unsere häufigen Fragen zum Training bei UPA GYM durchlesen.

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